PerformanceBoard On-Premise installieren
Diese Anleitung beschreibt die empfohlene Installation auf einem eigenen Linux-/Plesk-Server. Commerce-Daten, Shopware-Zugangsdaten und Analysedaten bleiben in dieser Betriebsart auf der Infrastruktur des Kunden.
1. Voraussetzungen
- PHP 8.3 oder neuer, sowohl für Web/FPM als auch CLI
- MySQL oder MariaDB
- PHP-Erweiterungen:
pdo_mysql,curl,zip,openssl,mbstring,sodium proc_openfür Update- und Queue-Prozesse- HTTPS-Zertifikat für die PerformanceBoard-Domain
- ausgehender HTTPS-Zugriff auf den Shopware-Shop sowie auf
performanceboard.defür Lizenz-/Update-Metadaten - beschreibbare Verzeichnisse
storageundbootstrap/cache
2. Domain und Document Root
Das vollständige PerformanceBoard-Paket in ein eigenes Verzeichnis entpacken. Der Webserver darf ausschließlich das Unterverzeichnis public veröffentlichen. Beispiel unter Plesk:
/var/www/vhosts/deine-domain.de/httpdocs
└── performanceboard
├── app
├── bootstrap
├── public ← Document Root
├── resources
├── routes
└── storage
Alternativ kann PerformanceBoard direkt unter httpdocs liegen, wenn die Domain in Plesk auf httpdocs/public zeigt.
3. Web-Installer starten
- Persönliches Self-Hosted-Paket herunterladen und entpacken.
- Im Browser
https://deine-domain.de/install.phpöffnen. - Systemcheck vollständig prüfen.
- Datenbankverbindung eintragen.
- Firma/Mandant und ersten Plattformadministrator anlegen.
- Installation starten. Provisioning, Migrationen und Cache-Aufbau erfolgen automatisch.
4. Plesk Scheduler einrichten – Pflichtschritt
Nach der Installation wird für den Standardbetrieb nur eine geplante Aufgabe benötigt. In Plesk unter Websites & Domains → Geplante Aufgaben einen Task anlegen, der jede Minute ausgeführt wird:
cd /var/www/vhosts/DEINE-DOMAIN/httpdocs && /opt/plesk/php/8.3/bin/php artisan schedule:run
Wenn PerformanceBoard in einem Unterverzeichnis liegt, den Pfad entsprechend anpassen. Wichtig: nicht das systemweite PHP 7.x verwenden. Unter Plesk ist für PHP 8.3 typischerweise /opt/plesk/php/8.3/bin/php korrekt.
5. Was der Scheduler automatisch erledigt
Der eine Scheduler-Task steuert alle periodischen Hintergrundarbeiten:
- jede Minute: Scheduler-Heartbeat
- jede Minute: kurzlebiger Queue-Tick für
sync,default - alle 5 Minuten: aktive Shopware-Datenquellen auf neue/geänderte Daten prüfen und Synchronisationen einplanen
- fällige geplante Custom-Widget-E-Mails versenden
- Self-Hosted Health-Metadaten senden
- Lizenz- und Updateprüfung ausführen
- automatische Updates im konfigurierten Wartungsfenster ausführen
Ein separater dauerhaft laufender Supervisor/Queue-Worker ist im Standard-Plesk-Modus nicht notwendig. Wer stattdessen Supervisor/systemd verwenden möchte, kann weiterhin einen klassischen Laravel-Worker für sync,default betreiben.
6. Shopware anbinden
- In PerformanceBoard unter Datenquellen eine neue Shopware-Verbindung anlegen.
- Shopware-URL und API-Zugangsdaten hinterlegen.
- Verbindung testen.
- Ersten Full-Sync starten.
Danach werden aktive Shopware-Verbindungen automatisch eingeplant. Nach dem ersten vollständigen Abruf arbeitet PerformanceBoard inkrementell weiter.
7. Hintergrunddienste prüfen
Als Plattformadministrator unter System → Hintergrunddienste prüfen:
- Scheduler = Aktiv
- Queue = Aktiv
- aktive Datenquellen erkannt
- letzter Shopware-Sync plausibel
- keine auffällig lange wartenden oder fehlgeschlagenen Jobs
Zusätzlich kann über System → Systemdiagnose der technische Zustand geprüft werden.
8. CLI-Prüfungen
cd /var/www/vhosts/DEINE-DOMAIN/httpdocs
/opt/plesk/php/8.3/bin/php artisan app:version
/opt/plesk/php/8.3/bin/php artisan performanceboard:self-hosted-preflight
/opt/plesk/php/8.3/bin/php artisan performanceboard:self-hosted-check
/opt/plesk/php/8.3/bin/php artisan performanceboard:queue-tick
9. Updates
Updates werden kryptografisch geprüft. Je nach Einstellung können Stable-/Beta-Releases manuell oder automatisch installiert werden. Bei mehreren ausgelassenen Versionen berechnet PerformanceBoard einen gültigen Multi-Hop-Pfad über die bereits registrierten Updatepakete.
10. Datensicherheit und Backups
Vor produktiver Nutzung sollte ein externes Server-/Datenbankbackup eingerichtet sein. Der PerformanceBoard-Updater sichert Anwendungsdateien vor einem Update, kann aber irreversible MySQL-/MariaDB-DDL-Änderungen nicht in jedem Fall automatisch zurückrollen.
11. Datenfluss
Shopware-Zugangsdaten, Bestellungen, Kunden, Umsätze und Analyseinformationen verbleiben lokal. An die zentrale PerformanceBoard-Plattform werden nur notwendige Lizenz-, Release-, Update- und technische Health-Metadaten übertragen.